Landtagswahl Sachsen-Anhalt

Schulze: »Habe nicht vor, mit AfD zusammenzuarbeiten«

Magdeburg, Deutschland: Ministerpräsident Sven Schulze auf der CDU-Wahlparty zur Landtagswahl 2026 Foto: picture alliance / dts-Agentur

In der Debatte über die absehbar schwierige Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Sven Schulze eine Kooperation mit der AfD abgelehnt. »Ich habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten«, sagte der CDU-Landeschef nach der Landtagswahl im MDR. »Aber es stellt sich gar nicht die Frage heute, mit irgendjemandem zusammenzuarbeiten.«

Zuvor hatte Schulze in der ARD eine klare Antwort auf den Fortbestand der »Brandmauer« im Verhältnis zu der in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften AfD vermieden. »Wir werden uns morgen, wenn wir das endgültige Ergebnis haben, uns mit diesem Wahlergebnis auseinandersetzen. Wir haben Beschlüsse auf Bundesebene, aber wir haben eine Hochrechnung, die uns hart trifft. Deswegen müssen wir damit erst einmal umgehen.«

Lesen Sie auch

Die Union lehnt Koalitionen oder ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich ab. Grundlage ist bei der CDU ein Parteitagsbeschluss von 2018, der Kooperationen mit der AfD und auch der Linken ausschließt. Das wird in der Regel so verstanden, dass es keine gemeinsamen Mehrheiten, Absprachen oder Bündnisse geben soll, die der AfD Einfluss auf Regierungshandeln oder Parlamentsentscheidungen verschaffen. Die Standfestigkeit dieser Brandmauer ist oft Gegenstand von Debatten. dpa

Osnabrück

VW-Werk an israelischen Konzern Rafael verkauft

In der Fabrik, in der bisher das VW T-Roc Cabrio hergestellt wurde, ist die Produktion eines Flugabwehrsystems vorgesehen

 07.09.2026

Wahl in Sachsen-Anhalt

»Gruselig«, »düster«, »Entsetzen«

In der jüdischen Community sowohl in Sachsen-Anhalt als auch darüber hinaus ist die Sorge nach dem AfD-Wahlsieg groß. Wir haben Reaktionen gesammelt

von Michael Thaidigsmann  07.09.2026

KiKA, Kinderkanal, öffentlich-rechtlicher Fernsehkanal von ARD und ZDF (Symbolbild)

Berlin

AfD-Politiker im »KiKa«

Das Internationale Auschwitz-Komitee übt heftige Kritik am Kinderkanal von ARD und ZDF. Der Fernsender hatte den sachsen-anhaltinischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund für seine Kindernachrichten interviewen lassen

 07.09.2026

Wahlkampf

Nach »Yalla Yalla Intifada«: Neuer Skandal um Die Linke in Berlin-Neukölln

Sticker mit einem waffenverherrlichenden Motiv und einer Palästina-Flagge wurden an Schüler verteilt

 07.09.2026

Internationale Reaktionen

Tusk: Nur Idioten erfreut über AfD-Triumph

Der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird auch in den deutschen Nachbarländern Polen und Tschechien aufmerksam beobachtet. Erste Politiker reagieren auf den AfD-Erfolg

 07.09.2026

Nahost

Iran soll Angriff mehrerer Terrorgruppen auf Israel planen

Nach israelischen Einschätzungen könnte das Mullah-Regime einen gleichzeitigen Einsatz an mehreren Fronten vorbereiten – mit Beteiligung der Hisbollah, der Hamas und der Huthi

 07.09.2026

Internationale Presseschau

»Was in Sachsen-Anhalt seinen Höhepunkt erreicht hat, wird nicht in Sachsen-Anhalt enden«

Was schreiben Publikationen im In- und Ausland über das Ergebnis der gestrigen Landtagswahl?

 07.09.2026

Washington D.C.

»Gut gemacht!«: Elon Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph

Der Milliardär und Tech-Unternehmer ist seit langem als AfD-Sympathisant bekannt. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt verzückt ihn. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht ihm sogleich ein Angebot

 07.09.2026

Sachsen-Anhalt

Wagenknecht-Partei als Königsmacherin?

Vor ein paar Tagen steckte das Bündnis Sahra Wagenknecht im Abwärtsstrudel. Nach dem Sprung in den Magdeburger Landtag hat die Partei nun plötzlich Macht. Was fängt sie damit an?

von Verena Schmitt-Roschmann  07.09.2026